Was ist Deine aktuelle „Challenge“? 1


Challenge scheint das aktuelle Modewort Nr. 1 zu sein 😉 – sicher hat da Attilla Hildmann mit seinem Challenger-Programm „Vegan for fit“ so seinen Anteil dran. Und ich finde sein Programm und die Erfolge, die via Facebook und Youtube von vielen, vielen Nutzern veröffentlicht werden, vorbildlich … hier wird ein Weg aufgezeigt, wie Herausforderungen leichter machbar werden. Wie man – gemeinsam in der Gruppe, mit Programm, sich gegenseitig motivierend und inspirierend, sich vor allem auf seinem Weg nicht alleine fühlend! – wachsen kann.

Und darum geht es ja auch hier bei Place2Grow! 🙂

Ich weiß nicht, vor welchen Herausforderungen ihr gerade steht (bin aber neugierig sie zu erfahren – wer sie mitteilen und sich Unterstützung holen mag, ist herzlich eingeladen, dies in den Kommentaren zu hinterlassen!) … ich berichte euch mal von meiner aktuellen „Challenge“, vielleicht hat ja jemand von euch Ideen für mich 😉

Na, ich hätte heute sogar schreiben können: „Vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen!“ Eine Aussage, die ich mir noch bis vor kurzem auf’s Heftigste verkniffen hätte. Dass ich Hilfe gebrauchen könnte – DAS durfte niemand erfahren! Ich krieg das schon irgendwie alleine hin … das MUSS alleine gehen! Dass dies ein hinderliches Glaubensmuster ist, war mir schon länger bekannt, aber ich bekam es nicht wirklich gelöst. Bis ich Ende letzten Jahres gar nicht mehr anders konnte als um Hilfe zu bitten – und die ERFAHRUNG machen durfte, dass nichts Schlimmes passierte, ganz im Gegenteil: es überwog die Freude, helfen zu können!

Und damit bin ich bei MEINER aktuellen Challenge gelandet: ich möchte gerne helfen (und auch die entsprechende Freude dabei haben 😀 ). Ich möchte gerne vor Ort in meinem Stadtteil dabei helfen, dass Schüler wieder die Freude am Lernen zurückbekommen. Ich möchte ihnen zeigen, welche Methoden ich entdeckt habe, mit denen man spielerisch und mit Freude und quasi „nebenbei“ eine Sprache lernen kann. Ich möchte dies ehrenamtlich tun, damit jedes Kind die Chance erhält, das Angebot zu nutzen.

Mein Angebot ist da … der Bedarf ist da (viele Schüler sind völlig frustriert von Englisch, Französisch und Latein) … Räume sind da (wir haben ein wunderschönes, neu gestaltetes Kirchengebäude samt Außengelände). Es ist aus meiner Sicht alles da, was gebraucht wird, um anzufangen. Die Herausforderung für mich (die möglicherweise für euch gar keine wäre, da ihr andere Erfahrungen / einen anderen Blick(winkel) habt): wie kommen wir – die Schüler und ich – zusammen? Wie könnten die Schüler von dem Angebot erfahren? Immerhin gilt es die Hürde zu überbrücken, sich mit einem Thema zu beschäftigen, das bisher wohl eher mit negativen Gefühlen in Verbindung gebracht wurde.

Eine erste Idee, die gerade in mir reift: Schülern eine Ausbildung zum „Sprachencoach“  anzubieten. Eine positive Erfahrung, die ich hierzu habe, ist das Projekt „Konzentrationscoach“, das ich vor 2 Jahren an die Klasse meines Sohnes vermittelt hatte. Die Klasse war laut der Lehrer „viel zu laut und unkonzentriert“ – beim Projekt ging es darum, dass vier Kinder der Klasse zum Konzentrationscoach ausgebildet werden sollten, um dann mit ihren Klassenkameraden bei Bedarf Übungen durchzuführen (einzeln, in einem Ruheraum, ca. 5 Minuten während der Unterrichtszeit). Als sich direkt ACHT Schüler für die Ausbildung meldeten, zeigte sich: es waren zum Großteil die „Störer“ selbst – und alle acht haben mit großer Begeisterung an der Ausbildung teilgenommen.

Etwas weitergeben zu können … beitragen zu können … etwas Sinnvolles zu tun … ich gehe davon aus, dass sich auch Schüler (vielleicht sogar in besonderem Maße) danach sehnen. Dass sie es nebenbei auch für sich selbst lernen … fällt dabei vielleicht gar nicht so sehr auf 😉

Habt ihr Ideen, wie ich Schüler im Stadtteil über die Möglichkeit einer Ausbildung informieren könnte?

Den endgültigen Anschubser, diesen Artikel zu schreiben und mich zu „outen“ mit der Herausforderung, vor der ich gerade stehe, bekam ich durch diesen Beitrag von Ben von anti-uni.com – danke dafür! 🙂


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